Wie wird digitalisiert?

Unabhängig vom Ausgangsmaterial kann grundsätzlich zwischen zwei Verfahren unterschieden werden. Entweder wird ein Einzelbild als Ganzes erfasst (sozusagen "abfotografiert"), oder es wird punktweise abgetastet. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile. So ist eine bildweise Erfassung deutlich schneller und damit kostengünstiger, reicht jedoch bezüglich der Bildqualität nicht an eine punktweise Erfassung heran. Diese wiederum dauert länger und ist somit auch etwas teurer. Bei punktweiser Erfassung einer Vorlage spricht man in der Filmwelt von einem Filmabtaster, in der Fotowelt von einem Filmscanner.

Filmmaterial kann man also mit einem Filmabtaster digitalisieren, oder mit einer Videokamera direkt vom Projektor abfilmen. Im schlechtesten Fall wird ab Leinwand abgefilmt. Neuerdings kommen Geräte auf den Markt, die ein Einzelbild des Filmes als solches erfassen und diese Bildfolge später in der Software wieder zu einem Film zusammensetzen. Dieser Prozess ist schneller, als mit einem Abtaster und Korrekturen sind auf Bildebene einfach machbar. Je nach eingesetzter Kamera sind die Ergebnisse hervorragend.

Bildmaterial lässt sich - ja nach Vorlage - mit einem Film- oder Dokumentenscanner digitalisieren. Für Dias kann man Filmscanner einsetzen, oder die Vorlagen analog Filmmaterial direkt vom Projektor abfotografieren. Die schlechteste Variante ist auch hier eine Projektion auf Leinwand zu fotografieren. Die Qualität fotografierter Dias hängt massgeblich von der verwendeten Kamera und deren Objektiv ab. Die Ergebnisse kann man als gut bis sehr gut bezeichnen. Man muss jedoch mitunter auf Kratzer- und Staubkorrekturen verzichten, da dies Spezialfunktionen eines Filmscanners sind. Negative lassen sich ebenso in einem Filmscanner digitalisieren.

Für Fotos und andere Dokumente werden oft Flachbettscanner eingesetzt. Ein gut gemeinter Rat: Auch wenn Ihr Flachbettscanner eine sogenannte Durchlichtfunktion bietet, verzichten Sie darauf damit Dias oder Negative zu digitalisieren. Ein normaler Flachbettscanner erreicht weder die erforderliche Auflösung für Dias und Negative, noch die Dichte, die ein spezialisierter Scanner bietet. Sie werden wenig Freude am Ergebnis haben und ebenfalls auf eine Kratzer- und Staubkorrektur verzichten müssen.

Noch ein Wort zu den sehr hohen Auflösungen, mit denen neuere Geräte beworben werden. Entweder sind das hochgerechnete (interpolierte) Werte und nicht die tatsächliche physikalische Auflösung, oder es sind irgendwelche Laborwerte, die in der Praxis dann doch nicht erreicht werden. Ein deutscher Scandienstleister hat einen Scanner getestet, der mit 7200 spi beworben wurde und gerade einmal 3250 spi (also noch nicht einmal die Hälfte) erreichte.

Preisunterschiede kommen hauptsächlich dadurch zustande, wie letztlich digitalisiert wird. Erkundigen Sie sich deshalb genau über die technischen Details eines aussergewöhnlich attraktiven Angebotes.

Infos zu unserer eingesetzten Technik finden Sie hier.